Über zwei
unabhängige Rechenwege soll die Teilchendichte der
hypothetischen Adipole ermittelt werden.
Weg 1:
Elektromagnetische
Wellen in Materie zeigen Dispersion. Der Brechungsindex n ist dabei eine
Funktion der Eigenfrequenz permanenter oder induzierter Dipole und der
eingestrahlten Frequenz.
Die
elektrische Verschiebung im Vakuum beträgt
D =
εo*E
(Influenzkonstanten εo; elektrische
Feldstärke E).
Wird
Materie in ein elektrisches Feld eingebracht, so gilt für deren Polarisation P:
P = εo*(ε - 1) * E
= εo* ε *
E - εo *
E (ε als relativer
Dielektrizitätskonstante)
Nun liegt
der Gedanke nahe, dass die oben angenommenen Teilchen Ursache für die Vakuum -
Influenz sind, wobei nicht die starren Dipole, sondern diese gegeneinander
schwingen. Die Influenzkonstante εo
ist damit eine Folge der angenommenen Teilchen.
Für die
Bestimmung der Polarisation gilt allgemein
P = 4
*π *E *Σh (Nh*eh2 / mh) / (4*π²*(nh2
- n2) + 2 *π *gh
*n *i / mh)
wobei die
Summation Σh über alle
Dipole der Anzahl Nh und der
Masse mh auszuführen ist. Der Summand mit gh berücksichtigt eine innere Reibung
des Mediums. Er entfällt, wenn keine Reibung (siehe unten) vorhanden ist.
n=0 bedeutet strahlungsfreier Raum. Außerdem soll ein materiefreies
Feld betrachtet werden. Im Vakuum liegen nur die Dipole der Masse m vor.
Dann gilt die reduzierte Gleichung
P = D = (Nh * eh²) / (π * mh * nh²) * E = εo
* E
wo jetzt
N = Nh die Teilchendichte, eh
die Elementarladung, m = mh die Masse der
Teilchen und n = nh die Eigenfrequenz
sind. Unbekannt sind N, m und n.
Für m
wird die oben errechnete Masse von 0.73E-36 g gewählt. Für n soll wie üblich
die Eigenfrequenz des Mediums, hier aus dem Spektrum der Hintergrundstrahlung,
1.5E11/sec gewählt werden. Damit wird angenommen, dass das Universum mit den
hypothetischen Dipolen ausgefüllt ist, die Schwingungen dieser Frequenz gegeneinander
ausführen. Setzt man nun
εo = (N * e²) / (π
* m * n²),
so ist N
bestimmbar, da der Wert für εo bestens
bekannt ist. Es folgt für die Dichte der Adipole:
N = εo
* π * m * n² / e² = 1,8E(+10) / m³
Der Wert
ist interessant, da mit einer durchschnittlichen Baryonendichte
im Universum von 0,2 / m³ das Verhältnis Adipole/Baryonen 5E(+10) beträgt, ein
Resultat, das in Verbindung mit der sogenannten Baryonenasymmetrie für
Theoretiker rätselhaft ist. Dort werden statt der Adipole jedoch Photonen
als Bezug angenommen (2).
Auflösen
der Gleichung nach e²/εo und
Erweitern mit 1/(2*c*h) führt zur Feinstrukturkonstante α mit
α = (π*m*n²)/(2*c*N*h)
oder nach
Einsetzen der Werte zu
α = 1/138
Damit ist
α mit dem Adipolgewicht und dem Maximum der
Hintergrundstrahlung verbunden.
Aus der Konstanz von
α folgt mit der „Vakuumdichte“ m*N
ρ =
2 * α * c * N² * h / ( π *n²)
was
ρ = 1,3E-29 kg/m³
ergibt.
Dieser Wert liegt je nach Literaturangaben 1 bis 2 Zehnerpotenzen unter der
heute für ein zyklisches Universum angenommenen kritischen Dichte und ist
nahezu gleich mit dem Anteil der Leuchtenden Materie. Dabei ist
vorausgesetzt, dass gravitative und repulsive Materie symmetrisch entstehen.
Die Adipoldichte N ist besonders im Bereich von
Materieneubildung groß; dadurch wird lokal der Brechungsindex n
(Hintergrundstrahlung) beeinflusst und auch c (Lichtgeschwindigkeit) bleibt
daher nicht konstant. Es ist daher wahrscheinlich, dass eine konstante Dichte
der Adipole, aber auch der gravitativen Materie nicht gegeben ist. Da aber
viele Aussagen Homogenität der Vakuumbedingungen voraussetzen, dürften viele
heutige Aussagen zweifelhaft sein.
Aus der
linearen Beziehung zwischen N und εo
folgt eine Proportionalität zwischen Lichtgeschwindigkeit und N-1/2.
Falls also die Adipoldichte im Universum
geringfügig variiert, so auch die Lichtgeschwindigkeit, was wiederum den
Wert der Frequenzverschiebung bei gegebenem (V1 - V2) durch Änderung der
Differenz (c - V1) in der Gleichung des vorhergehenden Kapitels ändert.
Denkt man
sich als Näherung die Teilchen als primitives kubisches Gitter
angeordnet, so beträgt deren mittlerer Abstand rund d = 0,4 mm. Ein solches
Gitter erfährt dynamische Schwingungen, wobei sich wegen der Polarität nur
nächste Nachbarn beeinflussen. Eine solche Schwingung hat die Wellenlänge
2*d = 0,8 mm. Sie liegt in der Größenordnung dicht bei jener des
Maximums der Hintergrundstrahlung. Der Abstand erscheint groß, aber ein
ähnlicher Fall liegt beim kristallinen Festkörper vor, bei dem für die
Grundschwingung der Abstand zwischen den Atomkernen als Gitterabstand
eingesetzt wird, obwohl zwischen Atomkernen Orbitale den viel größeren Raum
einnehmen. Man muss schließen, dass Elektronen, wie bei Chladni-Figuren die Sandkörner, nur die von den
schwingenden Festkörperatomen ihnen zugewiesenen Positionen einnehmen, wobei
sowohl im Vakuum des Atoms als auch im Vakuum selbst analog schwingungsfähige
Teilchen in viel größerer Zahl vorliegen.
Die Beträge für das Bohrsche Magneton, Magnetische
Momente durch Bahndrehimpulse, auch der Einzelpartikel, soweit sie nicht wie
Nukleonen aus z.B. Quarks bestehen, sind umgekehrt proportional zu ihrer Masse.
Nun impliziert das Adipolmodell, dass diese Teilchen
sich mit der elektrischen Feldstärke drehen, bzw. selbst die Welle darstellen.
Sieht man der Einfachheit halber die positive Ladung als Zentrum und die
negative als Analogon zum Elektron im Wasserstoffatom an, so muss ebenfalls ein
solches Magneton bestehen, dass wegen seiner kleinen
Masse bedeutend größer sein muss. Bezogen auf das Bohr’sche
Magneton soll für eine Abschätzung gelten:
μ adi / μBohr = melektron / madi
Dann folgt:
μadi = e * h / (2 * madi)
= 7.5E(4) eV/T
Für das klassische
Atommodell gilt das magnetische Moment
μ
= - ½ * e * ω * r² = - e * π * ν * r²
Die
mittlere Frequenz der Hintergrundstrahlung beträgt ν = 1.5E11/s. Damit folgt für den Radius des drehenden Adipols:
R = 0,4
mm
Dieses
Ergebnis im Zusammenhang mit der oben ermittelten Gitterkonstante des „Äthers“
vermittelt den Eindruck, dass die Einzelteilchen umeinander rotieren oder ihre
Gitterplätze tauschen. Bildlich leicht, physikalisch schwer vorstellbar.
[Der oben
gefundene Massewert für das Adipolteilchen entspricht
formal einer Comptowellenlänge von 3 mm; dieser Wert ist ein Maß für
den Einflussbereich eines Photons auf ein geladenes Teilchen der Umgebung]
Könnte
weiterhin die Hintergrundstrahlung auch als die Eigenschwingung dieses
"Quasikristalls" interpretiert werden, die natürlich dann auch an die
übergroße Hornantenne ihrer Entdecker Penzias und Wilson ankoppelt? Dann wäre
damit auch das jüngst von R.Lieu gefundene Ergebnis fehlender
Schatten von nahe gelegenen Galaxienhaufen in der Hintergrundstrahlung zu
erklären - wir leben innerhalb der Hintergrundstrahlung.
Anwendung
der Theorie der Gitterschwingungen(3) zeigt, dass deren Energie unter Beachtung
der Einstein-Temperatur gegenüber der von der Quantenphysik geforderten
Nullpunktsenergie vernachlässigbar ist. Damit ergibt sich für das
Einzelteilchen ein Energiebetrag von
u = 1/2 *
h * n
mit n als
Frequenz der Hintergrundstrahlung und h als Planck-Konstante. Die gleiche Größe
gilt aber auch als Nullpunktenergie des Vakuums aufgrund der in
der Theorie angenommenen Vakuumfluktuation. Angewendet auf das hier ermittelte
Gitter folgt, wenn man nur sämtliche Adipol-Teilchen
mit der Grundschwingung annimmt, für die Vakuum-Energiedichte
mit den errechneten N Teilchen/m³ ein Wert von
U = u * N = 9E-13
J/m³
1E-12 J/m³ .
Messungen
von "Wilkinson Microwave Anisotropy
Probe" (John Baez) ergeben hier einen angenäherten Wert von
1E-9 J/m³, sicherlich erheblich größer. Doch ergibt die Quantenfeldtheorie
einen Wert, der um 120 Zehnerpotenzen zu groß ausfällt. Das hier versuchte
Modell führt also mindestens zu einer beträchtlichen Verbesserung.
Die
Bestimmung der mittleren Massendichte der antigravitativen Dipole (und
wegen der Symmetrie auch der gravitativen) aus Teilchengewicht und
Teilchenzahl ergibt einen Wert von 1,33E-29 kg/m³, der in der Größenordnung mit
der unter Einbeziehung von dunkler Materie in intergalaktischen Räumen
ermittelten mittleren Massendichte von 1E-28
kg/m³ für gravitative Massen relativ gut übereinstimmt.
Anmerkung nur zum Vergleich: Die
mittlere Photonendichte, wie sie in der Folge des Urknalls entstand und heute
wegen der Raumdehnung "verdünnt" vorliegt, wird mit 4E(+8)
/ m³ angegeben.
Berechnung der Gesamtzahl an Adipolen mit Daten
für die Dimension des beobachtbaren Universums ergibt 5.4E(+91) Teilchen, oder
mit dem ermittelten Gewicht des Einzelteilchens 5E(+51) kg. Die gleiche Quelle
nennt dagegen eine Masse des Universums von 8.5E(52)kg, eine Abweichung
um den Faktor 10, die aber bei der Abschätzung solch großer Zahlen bei einem
hypothetischen Modell noch akzeptabel erscheint.
Weg 2:
Kosmologisches
Argument.
Die Hypothese
war: Es entstanden symmetrisch gravitative und antigravitative Teilchen,
die ihrerseits wiederum in elektrisch positive und negative Teilchen zerfielen.
Die antigravitativen positiven und negativen Teilchen vereinigten sich
zu antigravitativen Dipolen (in der Folge: Adipole), die
entsprechend antigravitatives Verhalten zeigen.
Während die gravitativen Teilchen sich zu größeren Körpern zusammenballten,
blieben die Adipole im Urzustand erhalten.
Mit
dieser Hypothese sind wegen der dann geltenden Gleichheit der "Massen und
Antimassen" in gleicher Weise Teilchendichten berechenbar. Basierend auf
der astronomisch geschätzten (4) Massendichte (1E-28 kg/m³) ist das Ergebnis
13,6 statt wie oben 1,8E10 Teilchen. Die gefundene Dichte ist somit um eine
Zehnerpotenz zu groß. Ein Grund hierfür könnte die ungleich verteilte Masse im
Universum sein. So weisen die bekannten Argumente von Zwicky
und Rubin überzeugend darauf hin, dass diese Dichte in Stern- und
Galaxienhaufen, auch in einzelnen Galaxien erheblich überschritten werden.
Damit erscheint es aber auch möglich, dass die Dichte in den verbleibenden sehr
großen Zwischenräumen viel geringer ist. Ein Mittelwert ist daher schwierig zu
bestimmen.
Lichtgeschwindigkeit
in Verbindung mit der Kinetischen Gastheorie ergab die Teilchenmasse, die
Vakuuminfluenz mit den Gesetzen der Elektrostatik die Teilchenzahl. Daher soll
das damit gut belegte Produkt (1,33E-29 kg/m³) Basis für weitere
Überlegungen sein.
Würden
kinetische und potentielle Energie der Massen spontan verschwinden, so müssten
Entfernungen zwischen Sternen und Galaxien trotzdem anwachsen, da die
expandierenden Adipole die Materie mitführten. Und dieser Druck bleibt immer
positiv, so dass eine ständige Expansion unter solchen Umständen zu erwarten
wäre. Wegen der Andersartigkeit der Expansion ist die bisherige kritische Masse
für ein flaches Universum nunmehr ohne direkte Bedeutung. Berechnet man sie
dennoch nach heutigem Verfahren aus Messungen der Hubble-Konstante, so wird
eine zu große kritische Dichte ermittelt. Nicht fehlende Materie ist das
Problem, sondern eine zu groß geforderte kritische Dichte.
Die obige
Beziehung zwischen Dichte der Materie und Hubble-Wert folgt aus der
Friedmann-Gleichung. Sie kann also insbesondere eine beschleunigte Expansion
nicht erklären. Statt mechanischer Kräfte sollten Adipole eher wie ein Gas
behandelt werden, wofür die Thermodynamik zuständig ist.
So lässt
sich mit der kinetischen Gastheorie der innerhalb des "Adipol-Gases" vorliegende Druck gemäß
p = 1/3 * N * m * v² = 0,56 * d * c²
berechnen,
wobei d die "Dichte des Vakuums" und v wiederum das 1,3-fache
der Lichtgeschwindigkeit ist.
So wird
der
Expansionsdruck p = 6,7E-13
Newton/m², die äquivalente Masse mit U = p * V mit Nutzung von E = m *
c² etwa 0,74 E-29 kg/m³ oder 56 % der oben errechneten durchschnittlichen
Materiemenge.
Die Summe
beider Massen ist geringer als die kritische Masse und zeigt, dass das
Universum zu allen Zeiten expandieren wird.
Ergebnis: Das Universum erfährt eine ständig beschleunigte
Ausdehnung, wobei die beschleunigende Kraft wegen der abnehmenden Dichte der
Adipole kontinuierlich abnimmt.
Allerdings
wird dieses Resultat mit späteren Kapiteln zu revidieren sein.
Zu unterstreichen
ist noch, dass die mittlere Dichte aus der Verbindung mit der Kinetischen
Gastheorie zur Bestimmung des Adipolgewichtes und der
dielektrischen Influenz zur Ermittlung der Teilchendichte, also Vorstellungen
der klassischen Physik, gewonnen wurde. Zusammenfassend ist zu sagen, dass:
Adipole
wegen ihrer besonderen Eigenschaften als früheste Teilchen mit antigravitativen
Massen entstanden,
das
Universum als Quasigitter ohne irgendeinen Hinweis auf Konvektion
ausfüllen,
bewegten
gravitativen Massen keinen Widerstand (wie im nächsten Kapitel erläutert)
bieten,
als
wellenführende Bestandteile einer Phase im Raum anzusehen sind.
Einzige
wirkende mechanische Eigenschaft ist ihre Abstoßung und damit eine
beschleunigende Dehnung des Raumes.
Eine Beschreibung,
die einem "Äther" nahezu alle mechanischen Eigenschaften nimmt, wurde
bereits 1920 von Einstein
während seiner Rede an der Reichs-Universität zu Leiden als Möglichkeit
ausgesprochen. So lautet sein abschließender Satz:
Zusammenfassend können wir sagen: Nach der allgemeinen
Relativitätstheorie ist der Raum mit physikalischen Qualitäten ausgestattet; es
existiert also in diesem Sinne ein Äther. Gemäß der allgemeinen
Relativitätstheorie ist ein Raum ohne Äther undenkbar; denn in einem
solchen gäbe es nicht nur keine Lichtfortpflanzung, sondern auch keine
Existenzmöglichkeit von Maßstäben und Uhren, also auch keine
räumlich-zeitlichen Entfernungen im Sinne der Physik. Dieser Äther darf aber
nicht mit der für ponderable Medien charakteristischen Eigenschaft ausgestattet
gedacht werden, aus durch die Zeit verfolgbaren Teilen zu bestehen; der
Bewegungsbegriff darf auf ihn nicht angewendet werden."
Siehe
auch unter Gravitationsäther
in Äther(Physik), wo der Äther nur als anderer Ausdruck für die ART genannt
wird.
Das
Ergebnis legt daher die Vermutung nahe: Die Dunkle Energie beruht auf der
Existenz der Adipole. 1061
(2) James
M.Cline in Spektrum d.W.
Dossier 3/2005 /Der Ursprung der Materie
(3) Gerthsen Physik, 20.Auflage, S.777
(4)
Fritzsch, Vom Urknall zum Zerfall, Piper (1999) S.293
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