Modell des "Gravitons"

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Im beschriebenen Modell ist es gelungen, elektrostatische und elektrodynamische Kräfte durch Teilchen, Adipole, zu beschreiben. Wegen des dipolaren Charakters vermag das Teilchen nur zu binden zwischen ungleichen elektrischen Ladungen. Gleichartige Ladungen werden abgestoßen. Wichtigste Eigenschaft ist daher der vermittelnde Dipolcharakter. Folgendes Gedankenexperiment möge ein Konzept für die Gravitation versuchen:

Zwei große Massen mit jeweils einem positiven Ladungsüberschuss ziehen einander gravitativ an. Es werden jetzt schrittweise von beiden elektrisch neutrale Teilmassen entfernt. Nach endlich vielen Schritten werden die Massen einander abstoßen, da nunmehr die elektrische Ladung dominiert. Beträgt die Ladung +e (mit e als Elementarladung), so beträgt die korrespondierende Masse 1,9*10E-9 kg (Größenordnung der Planck-Masse: ca. 10E-8 kg).

Werden nun die Massen schrittweise reduziert bis zum Gewicht eines Protons (1.67E(-27) kg), so wird die Gravitationskraft wegen des Quadrates der Masse um rund 10^[2*(-27 + 9)] verkleinert, also um den Faktor 10E-36, wie die klassische Physik es in etwa fordert.

Da e oder auch 1/3 e die kleinstmögliche Ladung ist, können Teilchen mit kleinerer Masse, falls sie gleiche Ladung tragen, nicht gravitativ kondensieren oder, da nach obigem Konzept kein Teilchen ohne elektrische Ladung existiert, sind antigravitative Massen außer Adipolen nicht möglich. Es bedarf also einer verhältnismäßig großen Masse, um die Elektrokraft zu überwinden.

Die folgenden Darstellungen dienen zur Visualisierung der Vorstellungen.

Da die Oberfläche der Masse MM neutral ist, müssen positive und negative Teilchen dort nebeneinander vorliegen, was aber stark idealisiert ist, da im Vergleich zur Abmessung der Adipole die Oberfläche sicher nicht eine glatte Fläche ist. Daran koppeln die Adipole ebenfalls wechselweise an.

Neutrale Massen bilden Doppelstränge:

MM(g+g-)a+a- a+a- a+a- (a+ a-) …(a- a+)a-a +a-a+(g-g+)MM

MM(g-g+)a-a+ a-a+a- a+ (a- a+).....(a+a-) a+a-a+a-(g+g-)MM

Zwischen den zwei Reihen bewirken Querkräfte eine kompakte Verbindung, sodass Vierkomponententeilchen entstehen aus je einem Adipol aus jeder Reihe (mit ½-Spin je Teilchen folgt Gesamtspin 2). In der Mitte der Verbindung könnten wegen der Fehlanpassung der Einzelketten schrittweise Viererteilchen (a+a-a+a-) oder Adipole (a+a-) austreten und den Strang kürzen.

Mit der Annahme, dass auf der Oberfläche der MM H-Teilchen (g+g-a+a-) austreten, was energetisch günstiger ist, verkürzen die Ketten sich ebenfalls, aber nun begleitet von einem Massendefekt. Der bekannte Massendefekt spricht für die zweite Alternative.

Beide Seiten mit gleicher Ladung: Tragen beide Massen gleiche Ladung, so koppeln die positiven (oder negativen) Enden des Adipols an den überschüssigen Ladungsorten an; jetzt bewirken die Querkräfte eine Spreizung der Ketten. Innerhalb der gespreizten Einzelkette entstehen abstoßende Kräfte, die die Kette durch Einbau von Adipolen verlängern.

MM(g+g-)a+a -a+a -a+a- (a+a-) (a-a+) a-a+ a-a+ a-a+(g-g+)MM

MM(g+g-)a+a -a+a- a+a- (a+a-) (a-a+) a-a+ a-a+ a-a+(g-g+)MM

Beide Seiten mit entgegengesetzter Ladung:

Bei gegensätzlichen Ladungen (negativ oder positiv) liegen gespreizte Einzelketten vor, die sich wegen der attraktiven Kräfte kürzen, indem sie wiederholt Adipole in der Kettenmitte ausstoßen.

MM(g+g-)a+a-a+a- a+a- a+a-…a+a- a+a- a+a-a+a-(g+g-)MM

MM(g+g-)a+a-a+a -a+a- a+a-…a+a- a+a- a+a-a+a-(g+g-)MM

Die Kräfte der Ketten aufeinander erinnern an zwei parallele gleich-oder gegensinnig durchflossenen Stromleiter. Die gravitativen g der MM orientieren die ersten Adipole. Daran schließen weitere Adipole wechselseitig an. Dann gilt:

Adipole sind die Träger beider Fernkräfte.

Die Strukturen sind Baukastenmodelle. Um das Modell noch weiter zu strapazieren, sei folgender Gedanke beschrieben:

Immer werden elektrisch neutrale Massen so wechselwirken, dass die Feldlinien beider auf einem Körper befindlichen Ladungen in die entgegegesetzten des andere Körpers münden. Die gegensinnig verlaufenden Linien bilden durch Parallelstellung "Gravitonen", die kontrahierend wirken.

Bei Einführung der Wellenmechanik wird immer gefragt, warum das Elektron sich nicht mit dem Proton des Wasserstoffatoms zu einem Neutron vereinigt. Bei Neutrinos, so wie hier gedeutet, und Adipolen liegt das gleiche Problem vor. Die Wellenmechanik liefert mit Schrödinger-Gleichung und Heisenberg-Relation eine mathematische Darstellung, aber keinen bildlichen Mechanismus, der einen Potentialtopf für das Elektron erzeugt. Wegen der Wahrscheinlichkeitsinterpretation liegt für das Elektron am Ort des Kerns ein Knoten der Schrödinger-Lösung vor – dem Elektron ist der Zutritt laut Gesetz(!) verboten.

In vorliegenden Bild gilt als Konsequenz: Hat das Elektron den bekannten Abstand zum Kern, so bewirken Adipole, als das Analogon zu elektrischen Feldlinien, die Anziehung. Das bisherige Bild besagt aber, dass in unmittelbarer Nähe der Teilchen die Adipoldichte als Hülle so groß wird, dass sie durch die angenommene Rückreaktion

2 Adipole <--> 1Graviton) zu Gravitonen verdichten. Aber nach wie vor sind beide Teilchen gegensinnig geladen, so dass das oben skizzierte Modell gilt. Doch wird die elektrische Kraft wegen der jetzt fehlenden Adipole an Wirkung verlieren; die antigravitative Kraft, die wie oben beschrieben die Bildung von Makrokörpern verhinderte, wird auch hier eine weitere Annäherung verbieten.

Mit großem Impuls könnte das Elektron den antigravitativen Wall durchdringen, sich mit einem Proton zum Neutron wandeln (inverser Betazerfall).

Wie kann es aber dann sein, wenn sich Elektron und Positron annihilieren? Eine Möglichkeit ist die Bildung von sechs g+g-, die sich im Umfeld großer Adipoldichte wiederum zum H rückbilden und damit aus dem Reich der Materie ausscheiden. Damit findet die im Kapitel "Urteilchen" aufgeworfene Frage "Was bedeutet Annihilation?" eine Antwort.

(g+g+g+g+g+g+)+(g-g-g-g-g-g-) + 6*(a+a-) = 6*H

Wegen der 1/r-Verteilung der Teilchen Oberfläche/Volumen folgt, dass die elektrischen Ladungen je Teilchen nicht mehr bestimmend sind, wenn der Abstand beider Teilchen extrem gering wird. Die elektrische Attraktion geht wegen fehlender Adipole in Kernnähe gegen Null, die gravitative Abstoßung wächst wegen der zunehmenden Anzahl der Gravitonen. Die Umkehrung gilt, wenn das Elektron sich wieder auf seinem Orbital befindet.

Gilt das Bild, so muss der Mechanismus auch bei größeren Atomen gültig sein, und damit zeigt sich, dass das Innenleben eines Atoms im Teilchenbild viel reichhaltiger und komplizierter ist.

Auf einer metallischen Kugel, die kontinuierlich elektrisch geladen wird, verteilen sich die elektrischen Ladungen auf der Oberfläche, an die jetzt weitere Adipole ankoppeln und so zusätzlich die Elektrokraft bewirken. Wird etwa eine abstoßende Elektrokraft größer als die Gravitation, dann nimmt die Distanz zwischen den Körpern und den gezeigten "Feldlinien" zu.

Sowohl elektrische als auch gravitative Felder sind wirbelfrei und konservativ. Die nunmehr durch "Materialisation" entstandenen elektrischen Feldlinien verlaufen per Definition von den positiven Quellen zu den negativen Senken und sind nicht mehr nur "mathematische Konstrukte".

Gleiches gilt für gravitative Feldlinien. Wegen ihrer Stetigkeit enden sie in den betrachteten Massen. Aus der gemäß 1/r² abnehmenden Feldliniendichte folgt – wie beim Coulomb-Gesetz - das Abstandsgesetz der bekannten Form. Wegen der Symmetrie der Massen- und Adipolbildung sollten sich die Gravitonen vermehrt im direkten Umfeld der Masse aufhalten und fast alle an die Masse ankoppeln. Die Masse selbst besteht, wie früher angenommen, aus den g+g- Teilchen. Davon befinden sich an der Oberfläche 4π*r²/(4π/3*r³) = 3/r. Die Fläche für die Kopplung entspricht wiederum der Adipol- oder Neutrinofläche. Mit diesen Annahmen lässt sich die vom Körper ausgehende Liniendichte bestimmen. Damit verbunden ist die Vorstellung, dass ebenso wie bei chemischen Verbindungen, zwei Teilchen sich an einer definierten Stelle verbinden.

Als Ergebnis folgt, dass es für alle Planeten, Sonne und Erde, aber auch für Gold- und Bleikugeln um den Faktor 10^3 bis 10^5 mal mehr Kopplungsstellen als Feldlinien gibt. Wird die Dichte größer, so übersteigt die Feldliniendichte sehr schnell die Zahl der Ankoppelpunkte, bei Neutronensternen um den Faktor10^15, bei den Kernen der SL (SLK) um 10^30.

Volumen des Körpers = Masse/Dichte.

Radius des kugelförmigen Körpers r = (3*Vol/(4PI))1/3.

Punkte für Kopplung K = 4π*r²/sigma.

Sigma entspricht Neutrino-Wirkungsquerschnitt nach Cowan-Reines (1E-47 m²).

Zahl der Gravitonen N = M/(2*Adipolgewicht).

N/K = Belegungsdichte der Kopplungspunkte

Körper N/K G*M/(C*R)
Universum SLK 4,3E23 1,7E19
Galaxienkern 1,2E23 1,1E8
Sonne SLK 4,1E23 5,9E3
Neutronenstern 2,8E11 2,0E-5
Sonne 2,0E-5 2,7E-19
Erde 7,9E-5 7,1E-10
Jupiter 2,5E-5 2,2E-8
Merkur 7,7E-5 1,1E-10
Mond 5,0E-5 3,2E-8
Wasser 10³ kg 1,4E-8 2,2E-8
Gold 10³ kg 2,4E-4 3,1E-24
Eisen 10³ kg 1,1E-24 2,4E-24
In der Tabelle sind für unterschiedliche Körper die Belegungsdichten (N/K) eingetragen.

Als Grenze zwischen den Gültigkeitsbereichen der ART und Newtons-Mechanik gilt der Ausdruck Z = (GM)/(Rc²) ≈ 1 mit Gravitationskonstante G, Masse des Körpers M, dessen Radius R und Lichtgeschwindigkeit c.

Auch diese Größe ist der Tabelle zu entnehmen. Das Z-Kriterium zeigt, dass die Körper der ersten vier Zeilen relativistisch zu behandeln sind. Ab Zeile “Sonne“ verlangt die Newtonsche Theorie meistens geringe Korrekturen.

Die extrem großen N/K-Werte der esten Zeilen werden wie folgt gedeutet: Außerhalb des Schwarzschildradius ist die Dichte „gravitativer Feldlinien“ groß; sie fällt wegen der Stetigkeit der Linien gemäß 1/r² ab. Innerhalb des SL müssen sie dagegen geschlossene Linie bilden, wie die Sonne es uns als Modell bei Protuberanzen für elektrische Feldlinien zeigt. Diese Feldlinien überschreiten nicht die Oberfläche des SL. Werden gravitative Teilchen vom Körper ausgestoßen, so bewegen sie sich auf Bahnen ähnlich den Wurfparabeln zum Körper zurück. Lediglich die H-Teilchen entweichen.

Ein solcher Mechanismus ist für analoge elektrische Vorgänge auf der Sonne als Protuberanz bekannt. Ladungstrennung oder Wirbel auf der Sonnenoberfläche führen durch Orientierung der Adipole zu Feldlinien durch den angrenzenden Raum und diese bewirken den Fluss elektrischer Teilchen. Was aber könnte die Inhomogenitäten auf der Oberfläche des SLK bewirken? Dichtegradienten, einstürzende schwere Massen, Jets als ausströmende Massen sind denkbar.

Falls nun Elementarteilchen ähnlich wie SLK (Kern Schwarzer Löcher) gleich große Dichten haben, so gelten für sie die gleichen Überlegungen – nach außen das analoge 1/r²-Abstandsgesetz, in ihrer unmittelbaren Nähe analoge Gravitondichten wie bei Schwarzen Löchern. Summation der äußeren Gravitonenzahlen ist gleich der Summe der g+g- Bausteine des Teilchens. Für deren Zahl scheint die elektrische Ladung bestimmend zu sein. In solch einem Bild ist damit die elektrische Ladung bestimmend für die Größe (s.o.) der nackten Teilchenmasse (g+g-), die angelagerten (a+a-) Doppeladipole (als Gravitonen) verleihen dem Teilchen die Gravitationskraft.

Der Feldbegriff, der bisher eher ein mathematisches Konstrukt war, muss modifiziert werden. So definierte Laplace-Felder mit Quellen und Senken (elektrisch positiv und negativ geladene Körper) bleiben unberührt, aber ein zentrales Newton-Feld sieht anders aus. Denkt man alle Materie in einem Punkt vereinigt, so ist diese Masse Quelle aller Gravitationsfeldlinien im Raum, die als Fernkraft unendlich weit reichen. Die Divergenz in jedem Teilraum, der die Masse nicht enthält, ist Null. Feldlinien sind daher stetig. Das Integral über die antigravitativen Massen des unendlichen Raumes wird ebenfalls unendlich. Da die Zahl der Adipole aber endlich ist, die Feldlinien nur zwischen Massen möglich sind, müssen sie in die gleiche Masse wiederum einmünden.

Wie sieht der Verlauf der Feldlinien aus, wenn man sich das SL in zwei gleich große Teile zerlegt denkt? Zwischen den Teilen muss es eine große gravitative Feldliniendichte geben, in großem Abstand wirkt das System jedoch als Einheit, dessen Linien aber ebenfalls in sich zurückkehren. So kann man gedanklich immer weitere Teilungen zusätzlich annehmen. Ist die Gesamtmasse des Universums endlich, so laufen die Feldlinien auch dann ins System zurück. Mit abnehmender Liniendichte fände das Universum eine physikalische Grenze.

Anmerkung: Bei einem nichtrotierenden SL ist der Ereignishorizont proportional zu seiner Masse. Weit außerhalb des Horizontes liegt ein bestimmtes Gravitationspotential vor. Denkt man sich nun die Masse als Kugel in zwei Halbkugeln geteilt, so bewirken jetzt viele Gravitonen eine Anziehung zwischen beiden Teilmassen. Da mit zusätzlichen Gravitonen auch g+g- Teilchen entstehen, die vom SLK absorbiert werden, nimmt die vom Ereignishorizont umschlossene Masse zu, was wiederum das äußere Gravitationspotential beeinflusst. Die entstandene Masse ist größer als die Summe beider vorausgegangenen Einzelmassen.

Umgekehrt werden bei der Vereinigung zweier Löcher oder Massen Gravitonen freigesetzt, die mit g+g- dann H-Teilchen bilden, die ohne gravitative oder elektrische Wechselwirkung in den Raum austreten. Damit nimmt die Masse des SLK ab. Sieht man Elementarteilchen als Minilöcher an, so nennt man die Massendifferenz auch Massendefekt.

Für die Herkunft neuer Adipole gibt es die Möglichkeit des Zerfalls von H-Teilchen, was wegen der Kondensation der entstehenden schweren Masse mit MM eine Gewichts- oder Energiezunahme bedeutet.

Die an die Oberfläche der Massen gebundenen Teilchen werden wegen ihrer attraktiven Bindung bei Rotation der Masse mitgeschleppt, und damit auch eine Schicht von Gravitonen (verbundene Adipole). Das geschieht weniger am Pol, intensiver am Äquator des drehenden Körpers. Die Adipolverteilung und damit das Gravitationspotential werden dadurch verzerrt, was eine Krümmung des umgebenden Raumes bedeutet, maximal im Umfeld eines SL. Der von der ART beschriebene Lense-Thirring-Effekt kann so bildhaft erklärt werden. Hat der Zentralkörper des Schwarzen Loches noch eine Transversalbewegung gegenüber einem im Umfeld ruhenden Adipolfeld, so erinnert das Feld an den bekannten und erprobten Flettner-Rotor.

Weiter ist vorstellbar, dass die Kugel zum Zylinder, danach zum Hohlzylinder deformiert wird. Dann werden Innen- und Außenraum des Zylinders bei Rotation verzerrt. Wird der Zylinder verschlossen, nachdem Wasser eingefüllt wurde, so breitet sich die Flüssigkeit über die Innenwand aus, weil Innen- und Außenwand gleichermaßen eine Äquipotentialfläche darstellen. Sie wird durch Gravitation am Innenrand mitgenommen. Wird dann dieses Gebilde in ein Schwerefeld, etwa das der Erde, eingebracht, so wirkt zusätzlich zur Rotations- die Schwerkraft, die zum Paraboloid führt. Die Wasseroberfläche wird zum Paraboloid – das ist der rotierende Wassereimer von Newton oder Ernst Mach. Dies besagt aber auch, dass bei Abwesenheit gravitativer Kräfte durch das Schwerefeld eine paraboloide Wasseroberfläche nicht zu erwarten ist.

Als Dichte für den Kern des SL war eine Dichte von 10E+30 kg/m³ geschätzt unter der Annahme, dass die g+g- Teilchen eine kubische Kondensation erfahren; die Dichte des Neutronenstern ist von der Größenordnung 10E+17 kg/m³. Die Dichte des Elektrons wurde zu 10E+24 kg/m³ ermittelt. Müsste nicht der Raum um das Elektron wie beim rotierenden SL ebenfalls einen Lense-Thirring-Effekt bewirken? Ein solcher Effekt wäre gleichbedeutend mit dem klassisch nicht erklärbaren Spin?

Die Hydrostatik erklärt den Auftrieb eines Körpers in einer Flüssigkeit durch die Drücke der darüber liegenden Wassersäulen. Entscheidend für die Größe der Kraft ist dessen Volumen, nicht seine Form. Ebenso koppelt ein Körper in einem gravitativen Schwerefeld oben und unten mit unterschiedlich vielen Schwerkraftlinien. Entscheidend für die Zahlen ist die Dichte, wie die drei letzten Zeilen der Tabelle zeigen. Die Differenz erzeugt die „Schwere Masse“. Bewegt sich ein Körper in einem homogenen „Gravitonenfeld“, so resultiert daraus bei nicht-dissipativer Strömung um den Körper ebenfalls eine unterschiedliche Feldliniendichte. Ist diese Differenz der Feldlinien ebenso groß wie die der Schwerkraft, so entspricht die Schwerkraft jener Kraft, die zur Beschleunigung des Körpers im "Vakuum" notwendig war. So ist das Resultat:

Schwere Masse gleich Träge Masse

Die Serie aller Zerfallsschritte des H in Folge zeigt, dass Adipole a+a- für die Fernkräfte, die g+g- Paare für die Materie Basis sind. Beide Arten sind formal durch das Massenwirkungsgesetz verbunden:

[Kräfte] * [Massen] = Konzentration(H) * exp(-Q/kT)

mit Q als Bindungsenergie zwischen (g+g-) und (a+a-), T als Temperatur und k als Boltzmann-Konstante.

Das Bild zeigt ferner, dass jede Massenanziehung auf elektrostatische Kräfte reduziert wird. Mit zunehmendem Abstand wird die Masse von einer ständig dicker werdenden Schale antigravitativer Teilchen umhüllt, wodurch die effektive Masse reduziert wird, ähnlich wie Adipole nackte Elektronen als „Vakuumpolarisation“ abschirmen.

Eine Bestätigung dieser Annahme wird erzielt auf der Basis eines Vergleichs beider Fernkräfte. Für mechanische bzw. elektrostatische Kraft zwischen zwei Teilchen gilt:

K(m) = G * m²/r²

K(e) = 1/(4 * π *ε0) * e²/r²

mit G als Gravitationskonstante.

Aus Division beider Gleichungen und Ersetzen von ε0 aus dem Ergebnis im Kapitel "Dichte" mit Nutzung N Teilchen/m³ * m(Masse des Teilchens) = ρ (Dichte des „Vakuums“) folgt:

K(m)/K(e) = 4 * π * G * N * m = 1.2 * 10E-38 .

Damit ist die Gravitationskraft um rund 10E-38 mal schwächer als die Elektrokraft.

Das Verhältnis beider Kräfte ist danach eine Funktion der Adipoldichte, falls die Gravitationskonstante G konstant ist. Nimmt die Dichte zu, wie es in der Umgebung des SL der Fall ist, so wird die Gravitation dominierend. Weit abseits im Raum mit geringerer Adipoldichte sollte die Elektrokraft an Bedeutung gewinnen

Die Newton‘sche Gravitationstheorie besagt mit der Schalentheorie, dass das Gravitationspotential in einem beliebigen Aufpunkt bestimmt wird durch die von der äquipotentialfläche eingeschlossene Masse. Da nach dem beschriebenen Modell eine Masse von Adipolen eingehüllt wird, muss deren „Masse“ in die Berechnung einbezogen werden. Sie bringt einen negativen Beitrag, so dass mit zunehmendem Abstand vom Massezentrum die wirksame Gravitationskraft proportional zu Radius und Adipoldichte abnimmt.

Die Anwendung der Theorie erweitert das bekannte Newtonsche Gesetz zu

K = G*m*M/r² * (1 + dv/df*(r³ / rf³ - 1))

oder

G‘ = G * (1 + D * (r³ / rf³ - 1))

mit D = dV/df und dv als negative Dichte des Schalenvolumens bis zum Aufpunkt, df Dichte der Gravitation erzeugenden Masse M, rf Radius des Körpers.

Mit r = rf befindet sich der Aufpunkt auf dem Körper; es erfolgt keine Korrektur. Erst wenn r größere Werte annimmt, muss korrigiert werden. Wird r so groß, dass die -1 vernachlässigbar wird, so geht die Korrektur gegen Null, wenn

r0 = rf * (df/dv)1/3

Da die Dichte der Schalenmasse negativ ist und die Kraft verkleinert. Für die Sonne gilt mit einer Dichte df =1400 kg/m³ und einem Radius von 7E(5) km ein Wert von 3E(16) km mit dv = 1.3E(-29) kg/m³. Darüber hinaus dominiert wieder die Expansion des Raumes.

Zum Vergleich: Die Entfernung Sonne – Pluto beträgt im Mittel etwa 6E(9) km. Ein Lichtjahr entspricht 1E(13) km. In dieser Abschätzung wurde über die gesamte Schale eine homogene Verteilung der „negativen Masse der Adipole“ angenommen, was der Realität wegen 1/r² kaum entspricht. Bei abnehmender Dichte mit Entfernung von der Sonne wird die Reichweite sicher erheblich kleiner.

Befindet sich der Aufpunkt stets auf der Körperoberfläche, und wird der Radius rf sehr klein, so führt die Annahme r =rf zu einem falschen Grenzwert, da dann auch der Radius des Probekörpers zu berücksichtigen ist. Wie klein auch immer rf wird, der Abstand im Newtongesetz wird immer rf + rm sein, wenn rm der Radius des Probekörpers ist.

Bei variablem Abstand der Bahnkurve etwa des Merkur um die Sonne variiert somit die Gravitationskraft, wobei Adipolschichten unterschiedlicher Dichte bestimmend sind. Hier bewirkt die „antigravitative Masse“, dass die Bewegung der Apsidenlinie mit der Bewegungsrichtung des Merkurs übereinstimmt. Bei gravitativer Masse wäre die Apsidenbahn rückläufig. Ihre Geschwindigkeit ist eine Funktion des Abstandes von der Sonne, wie die langsamere Bewegung der Periheldrehung der Erde beweist, was mit der Vorstellung geringerer Adipoldichte korrespondiert.

Mit verschwindender Kraft mit unendlichem r sollte – analog zur barometrischen Höhenformel – die Dichte bis zum "Vakuumwert" abnehmen.

Wählt man als Analogon die barometrische Höhenformel

n(h) = n(0) * exp{-m*g/(kt)* Δh}

so gilt der Exponentialterm als Korrektur mit m Adipolmasse. Dann ist das Gravitationspotential von

V(r) = m²*g/r *exp{-(madi*g/(kT)*(r-rf)} = A/r*exp(-madi*B/r)

Das gleicht Yukawas Ansatz für die starke Wechselwirkung. Wegen der Kleinheit der Masse des "Austauschteilchens" ist die Korrektur gering.

Die polare Struktur des Adipols führt zu gleicher Überlegung für die Elektrokraft. Somit gilt für alle vier Wechselwirkungen die gleiche Form für das Potential, doch für starke und schwache Kraft enthalten die Exponenten die positiven Massen von Mesonen bzw. Bosonen (10), was bedeutet, dass das Potential schnell schwindet.

Generell gilt der Yukawa-Ansatz mit unterschiedlichen Parametern für die Beschreibung aller Kräfte. Oben wurde angenommen, dass beide Fernkräfte durch einzelne oder gepaarte Adipole bewirkt werden. Das legt den Gedanken nahe, dass - analog zu chemischen Reaktionen - ein temperaturabhängiges Gleichgewicht besteht.

c(Adipole) * c(Graviton) ~ e-Q/RT

c = Konzentration

mit unbekannter Reaktionsenthalpie Q. Dabei sind c die Konzentrationen der jeweiligen Teilchenart. Bei konstanter Temperatur ist dann gemäß Massenwirkungsgesetz das Produkt

c(Adipol) * c(Graviton) = Const.

Da als äquivalent zur Teilchenmasse g+g- auch Adipole entstehen, formen diese eine dichte, aber radial abnehmende Umgebung (Analogie zur Vakuumpolarisation um ein Elektron). Die zunächst große Dichte c(Adipol) wird geringer durch Bildung von Gravitonen. Folge ist, dass in unmittelbarer Nähe des Teilchens die Gravitonendichte zunimmt -, die Adipoldichte abnimmt. Das Gravitationsgesetz muss demnach mit abnehmender Distanz zwischen den Teilchen vom Newtonschen Gesetz abweichen. Ferner werden bei fehlenden Adipolen keine „Photonen“ entweichen.

Gravitative(F) und elektrische (E) Feldkraft werden bestimmt durch

div E = Q/ε0

div F = 4 * π * g * M

mit Q bzw. M als von einer geschlossenen Fläche umgebenden elektrischen Ladung bzw. Masse. Nun kann die Masse M unbeschränkt groß werden, große Ladungen Q aus einzelnen elektrisch geladenen Teilchen sind dagegen nur sehr begrenzt möglich. Da beide Kräfte den gleichen Teilchenvorrat nutzen, sollten in starken elektrischen Feldern die Gravitation unbedeutend sein und umgekehrt - es sei denn, dass zusätzliche sich spaltende H-Teilchen im Umfeld zur Verfügung stehen, was dann im Vakuum Adipole und schwere Masse kreiert.

Gravitationswellen sind in diesem Bild leicht vorstellbar. Ferner ist die Annahme, dass das gesamte Universum mit diesem Neutralteilchen H ausgefüllt ist, kaum zu widerlegen - aber auch kaum zu beweisen, da irgendwelche Wechselwirkungen nicht möglich sind. Die Gesamtteilchenbilanz wird nicht beeinflusst.

Insbesondere die letzten Abschnitte sind spekulative Modelle. Sie sind aber wegen ihrer geschlossenen Darstellung reizvoll und sollten nur zeigen, dass auch für die Gravitation auf Teilchenbasis Wechselwirkungsteilchen denkbar sind.

Obwohl in der Hochenergiephysik in der Theorie immer mit Feldtheorien gearbeitet wird, so sind doch letztlich immer definierte Teilchen das Endziel, wie die inzwischen umfangreichen Tabellen von Nukleonen, Hyperonen, Mesonen, Leptonen zeigen.

Erinnert sei hier auch an die Maxwellschen Feldlinienröhren; und ähnlich wurden kettenförmige Adipole als Vermittler zwischen elektrischen Ladungen angesehen.

Falls dieses Modell hält, sollten Gravitonen auf der Massenoberfläche die Spinzahl 0 oder 2, Adipole dagegen 1 aufweisen. Als Gas behandelt sollten Adipole der Bose-Einstein-Statistik gehorchen, die bei tiefen Temperaturen in die Boltzmann-Verteilung übergeht. Dann ist ein einfacher Übergang zum Planckschen Strahlungsgesetz und damit zur Hintergrundstrahlung gegeben.

Nach den beschriebenen Vorstellungen existieren die „Gravitonen“ und Adipole im gesamten Universum, ebenso groß sind die Reichweiten der gravitativen und elektrischen Kräfte.

Gluonen, ebenfalls elektrische Strukturen, existieren in den Nukleonen und Atomkernen, und ebenso weit reicht die starke Kraft.

Die Reichweite der schwachen Kraft ist um weitere 3 Zehnerpotenzen kleiner als die starke Kraft. Ist es denkbar, dass sie lediglich im Gerüst der 6-teiligen primären Quarks wirkt? Dann müssten Quarks unter Abgabe von Neutrinos, die ja zwei Teilchen enthalten, zu Gebilden mit 4 Teilchen (Tetraeder?) mit ganzzahligem Spin zerfallen. Da die Bindungskräfte in Quarks extrem stark sind, müssen die eingetragenen Energien sehr groß sein, was dann aber zu schweren Zerfallsteilchen führt, so wie sie die Bosonen der schwachen Kraft aufweisen.

Ferner: Adipole und Gravitonen füllen alle angenommenen Vakua. Sie bewirken das gesamte All durchdringende Wechselwirkungen. Hier wird erkennbar, dass eine Separabilität von Strukturen nicht möglich ist und das von Honerkamp(6) erwähnte „Diphoton“ im Zusammenhang mit EPR und Nichtlokalität ein ungültiges Modell ist.

Die Wellenmechanik beschreibt befriedigend die Struktur des Atoms mit Orbitalen, deren Formen für die Struktur chemischer Verbindungen maßgebend sind. Warum aber ordnen sich die Elektronen im Atom so an? Ein Analogon ist die schwingende Platte, die, bestehend aus einer Unzahl kleinster Teilchen, Schwingungen unter Beachtung der Randbedingungen ausführt. Dadurch werden Sandkörner oder Bärlappsamen in der bekannten Anordnung als Chladni-Bilder lokalisiert. Ist es denkbar, das auch die großen Leerräume in der Struktur des Atoms mit kleineren Teilchen besetzt sind, die in Analogie zu den Sandkörnern die Elektronen positionieren? Jedes mit seiner spezifischen Energie? Bei Wechselwirkung mit anderen Teilchen werden sich die Orbitalformen unter Energieaufnahme oder - abgabe ändern. Die neue Form wird gedämpft einschwingen und in die Umgebung eine begrenzt lange Schwingung abgeben und so als Soliton eine fokussierte Adipolwelle auslösen.

All das lässt vermuten, dass Teilchen, bzw. die Einzelteilchen in zusammengesetzten Partikeln gleiche Massendichte besitzen, letztlich jene, wie sie weiter oben für den Kern des Schwarzen Loches geschätzt wurde. Dann hätte das kleinste Teilchen, wie es unter Urteilchen beschrieben wurde, einen Durchmesser von etwa 1E(-24) m (aus: Adipolgewicht und Durchmesser nach Cowan u.Reines), der sich in die Reihe der fallenden Teilchendurchmesser einreiht.

Angesichts heutiger Bilder und Modelle erscheinen die hier beschriebenen Vorschläge befremdend, aber die Vorstellungen von Wurmlöchern, aufgerollten Raumdimensionen, Leben auf Branen etc. sind es sicher ebenso, und die aktuellen Wanderungen in frühere Universen bei rückläufiger Zeit über den „Big Bounce als Umsteigebahnhof“ sind wohl ein neues Gebot der neuzeitlichen Kosmologie.

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Bernhard Reddemann